Kategorien-Archiv Aktuelles

Migrationsbericht 2014: Rekordzahlen schon im vorvergangenen Jahr

In diesen Tagen wurde der Migrationsbericht 2014 vom Bundesinnenministerium vorgestellt. Zentrale Erkenntnisse: mit fast 1,5 Mio. Zuwanderern gab es 2014 die höchste Einwanderung seit dem Jahr 1992, eine Zahl, die 2015 sicher noch einmal überschritten wurde. Den Großteil haben damals noch EU-Einwanderer mit rund 800.000 Personen ausgemacht. Gleichzeitig gab es mit rund 914.000 Personen die höchste Zahl an Abwanderern überhaupt. Insgesamt hat damit jeder fünfte Einwohner der Bundesrepublik einen Migrationshintergrund, bei Kindern unter zehn Jahren liegt der Anteil bereits bei einem Drittel. Der vollständige Bericht ist online hier verfügbar.

Neues Merkblatt für Kommunen für Arbeitsgelegenheiten

Das Wirtschaftsministerium hat ein neues Merkblatt für Kommunen bereitgestellt, in dem die Möglichkeiten für Asylbewerber und -berechtigte zur Aufnahme von Arbeitsgelegenheiten beschrieben werden. Der Text aus der Pressemitteilung:

„Die vielen Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten, die in den letzten Monaten im Saarland Zuflucht suchen, stellen alle vor neue Aufgaben. Wenn es gelungen ist, für diese Menschen eine Wohnung zu finden, geht es für die Erwachsenen vor allem darum, Beschäftigung aufzunehmen. Um diese Integration in Beschäftigung möglichst reibungslos für die Asylsuchenden zu organisieren, hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr die Task Force „Steuerung der Integration von Flüchtlingen in Beschäftigung“ ins Leben gerufen.

Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sind dabei zwei Ziele wichtig: „Für die Geflüchteten geht es um sinnvolle Tätigkeiten, mit denen sie auch einen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt und ihrer Versorgung leisten – und für die Bevölkerung ist es wichtig zu sehen, dass die Zuwanderer sofort mit anpacken und nicht nur im Sozialleistungsbezug verharren. Arbeit ist gelebte Integration!“

Innenminister Klaus Bouillon: „Wir erleben täglich, dass die Menschen, die in unser Land flüchten, Beschäftigung brauchen und Arbeit suchen. Deshalb ist es wichtig, dass wir diese Menschen dabei unterstützen. Unser Merkblatt für Kommunen bildet eine solide Grundlage dafür.“

In der ersten Sitzung dieser Task Force am 11. November 2015 wurde vereinbart, dass die beiden Ressorts ein Merkblatt für Kommunen und Gebietskörperschaften auflegen, das über die Rahmenbedingungen für Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge informiert. Dieses Merkblatt steht nun zur Verfügung und wird den Adressaten zugeschickt.“

Jobcenter: SABENE-Fortbildungen abgeschlossen!

Abgesehen von einer noch ausstehenden Fortbildungsmaßnahme hat das Projektnetzwerk SABENE im letzten Quartal des Jahres 2015 den von den Jobcentern des Saarlandes gemeldeten Bedarf für MitarbeiterInnen-Schulungen abgedeckt. Die Fortbildungen gehörten zu einem Hauptschwerpunkt der Arbeit im ausgehenden Jahr, um sicherzustellen, dass alle gemeldeten JC-MitarbeiterInnen vor allem mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Flüchtlingsintegration vertraut gemacht werden. Für diesen Monat ist eine Auswertungssitzung mit einem Erfahrungsaustausch geplant. Für das Jahr 2016 ist im Rahmen von Neueinstellungen und Umorganisation von Zuständigkeiten mit einem weiteren, jedoch insgesamt geringeren Schulungsbedarf zu rechnen.

Deutschkurse für Flüchtlinge

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat auf ihrer Website aktuelle Informationen zum Thema „Flüchtlinge“ zusammengestellt. Insbesondere findet sich eine Übersicht über Deutschkurse, die derzeit für Flüchtlinge in Saarbrücken angeboten werden:

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Deutsch als Fremdsprache – Kostenloses Unterrichtsmaterial für Ehrenamtliche

Für ehrenamtlich tätige Lehrkräfte stellt der Verlag Lingolia kostenloses Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Die Materialsammlung mit Arbeitsblättern zu Wortschatz und Grammatik kann ebensowie eine Sprachlern-App hier heruntergeladen werden: https://www.lingolia.com/de/daf

„Dual-Fit“ – Jugendliche auf eine duale Ausbildung vorbereiten

Am 01.10.2015 hat eine SABENE-Maßnahme begonnen, die junge Flüchtlinge auf eine duale Ausbildung im kommenden Jahr vorbereiten wird. 18 junge Flüchtlinge v.a. aus Syrien, Afghanistan und Eritrea werden in den nächsten Monaten ihre theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten verbessern, um in 2016 eine Ausbildung in ihrem jeweiligen Wunschberuf antreten zu können. In „Dual-Fit“ werden die Jugendlichen, die bereits über Sprachkenntnisse auf B1-Niveau verfügen, im schulischen Bereich (z.B. Deutsch-, Mathematikkenntnisse) „fit“ gemacht. Darüber hinaus lernen sie in einer Praxisphase, Arbeitsabläufe und betriebliche Realität in saarländischen Unternehmen kennen. Weiterbildungsträger ist das Zentrum für Bildung und Beruf (ZBB) in Burbach, Kooperationspartner das Jobcenter des Regionalverbandes Saarbrücken.

Weitere Informationen: p.barth@micado-migration.de

Kostenloser Online Sprachkurs für Migranten

logo-l_pack1Das neue europäische Projekt „L-PACK 2: Citizenship Language Pack For Migrants in Europe – Extended“ ist ein Nachfolger des Projekts L-PACK, das bereits einen Online-Kurs auf Niveau A2 für die italienische, spanische, deutsche, litauische, griechische und tschechische Alltagssprache entwickelt hat. Im Projekt L-PACK 2 sollen die Übungsmaterialien erweitert und verbessert werden.

Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Webseite www.l-pack.eu

„Chancen für ein neues Leben“ Saarländisches Netzwerk Sabene hilft Flüchtlingen auf dem Weg in den Beruf

05.10.2015 Saarbrücker Zeitung

Sabene, das saarländische Beratungsnetzwerk für Flüchtlinge, fordert angesichts der hohen Zahl von Neuankömmlingen mehr Geld. Der Bund sei in der Pflicht.

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Pressemitteilung von Ministerin Anke Rehlinger

02.10.2015, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Ministerin Anke Rehlinger, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Um die Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden in den saarländischen Arbeitsmarkt gezielt zu fördern, hat Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger einen Sieben-Punkte-Plan vorgelegt. „Ein Scheitern der Integration können wir uns nicht leisten“, sagte sie am Freitag, 2. Oktober, bei der Präsentation ihres Programms.

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Refugee Radio künftig auf Antenne Saar

27.09.2015 SR-Online

Hunderttausende Menschen sind auf ihrer Flucht in Deutschland angekommen oder noch auf dem Weg hierher. Um ihnen das „Ankommen“ zu erleichtern, hat „Funkhaus Europa“ das Projekt „Refugee Radio“ gestartet. Ab Montag auch auf Antenne Saar.

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